Über…


- “Die ganze Welt in der Stimme” - 

Schon als kleines Mädchen bekam Filippa den Spitznamen “Opernsängerin” angedichtet, als man sie singend im Kinderwagen sitzend durch den Supermarkt schob. Zwar hat sich seitdem ihr Fokus mehr auf das weite Feld des Jazz gerichtet, die Passion für ihr Instrument blieb jedoch die selbe.

Durch Klavierlehrer und Gesangslehrerin der Musikschule ihrer Heimatstadt Bregenz gefördert, konnte man sie bereits mit 15 Jahren auf professionellen Jazzbühnen der Bodenseeregion hören.

kh krauskopf

Das Publikum staunte schon damals über das gut entwickelte Formgefühl, die solide Time, die bestechende Intonationssicherheit, und die Präsenz und Lässigkeit, mit der sie die Vorzüge ihrer Stimme zur Geltung bringt.

 

„… Filippa Gojo vermochte die Zuhörer mit Ihrer wunderbaren Stimme zu verzaubern… „Dieses Mädchen hat eine Ausstrahlung, die einen einfach fesselt.“

(Südkurier)

Inzwischen studiert die 23-jährige bereits seit vier Jahren Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und auch dort war sie nach kurzer Zeit schon mit deutschen Jazz-Größen sowie ihrem eigenen Quartett mitten im Geschehen.

Weitere Inspirationen und Erfahrungen sammelte sie bei einem Auslandssemester am “Conservatorium van Amsterdam” im Wintersemester 2010/2011.

” (…) präzise, individuell geprägt und niemals in Klischees abdriftend.”

” (…) Denn, was sie an stimmlichem Potential mitbringt, lässt ebenso erstaunen wie das, was sie daraus macht”

(Vorarlberger Nachrichten)

 

… wie alles begann…

Musikliebhabern aus der ganzen Welt ist Bregenz, die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg, schon längst ein Begriff. Die Bregenzer Festspiele ziehen in jedem Sommer zehntausende von Opern-Fans in ihren Bann. Die weltweit größte Freilichtbühne liegt schließlich, spektakulär eingerahmt vom Bergstock des Pfänder, im Bodensee und bietet ein unvergleichliches Ambiente für die Aufführung von grandiosen Opern wie Carmen, Fidelio oder Aida.

Bregenz, seit der frühen Bronzezeit besiedelt und von den Soldaten des römischen Kaisers Augustus zur Festungsstadt Brigantium ausgebaut, ist also definitiv eine Hochburg für Sängerinnen. Dort kam vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten Filippa Gojo auf die Welt. Im musikbegeisterten Haus ihrer Eltern entdeckt sie sehr früh ihre Liebe zum Gesang und beginnt von sich aus, die Songs von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong mitzusingen. Da lag es nahe, die gerade mal Vierjährige der Obhut erfahrener Musiklehrer anzuvertrauen, die sie an der städtischen Musikschule Bregenz in die Geheimnisse der Stimmbildung und die Grundlagen des Klavierspiels einweihten. Zu einer guten Ausbildung gehören natürlich öffentliche Vorspiele, und Filippa entdeckt die Bühne als idealen Ort, um mit ihrer musikalischen Botschaft in einen Dialog mit dem Publikum zu treten. Im Sommer 1999 verzaubert sie ihre zahlreichen Zuhörer durch die Präsenz, mit der sie ihrer Hauptrolle in der Kinderoper „Hundepferd“ Leben einhaucht. Es folgen zahlreiche Auftritte bei Kinderopern und Musicals.

Ein Wendepunkt in ihrem Leben markiert die Begegnung mit ihrem neuen Klavierlehrer Wolfgang Fauser, der ihre Begeisterung für den Jazz teilt. Er unterstützt Filippa beim Aufbau eines Basis-Repertoires von Standards. Und Filippa hat erstaunlich wenig Mühe und umso mehr Spaß beim Lernen und Verinnerlichen von Klassikern wie ‚Round Midnight’, ‚My Funny Valentine’, ‚A Night in Tunisia’. Im August 2003 spielt Filippa mit Wolfgang Fauser die CD ‚Round Midnight’ ein und absolviert erste Jazz-Gigs zunächst im Duo.


Bald reift aber der Wunsch nach einer echten Band mit Rhythm-Section. Wolfgang Fauser trommelt ein Quintett zusammen, und nach einer kaum mehr als vierstündigen Probe spielt die Band ihren ersten Gig in einem bekannten Vorarlberger Club. Der muss beinahe abgesagt werden, weil sich der Schlagzeuger eine schlimme Magenverstimmung zuzieht und nur nach reichlicher Gabe starker Medikamente überhaupt den Platz hinter seinem Drumset einnehmen kann. Aber Filippa bleibt die Ruhe selbst und absolviert den Gig souverän. Die erfahrenen Mitmusiker staunen nicht schlecht über das gut entwickelte Formgefühl, die solide Time, die bestechende Intonationssicherheit, und die Präsenz und Lässigkeit, mit der die gerade einmal Vierzehnjährige die Vorzüge ihrer Stimme zur Geltung bringt und das Publikum in ihren Bann zieht. Der Bassist der Band nennt Filippa fortan liebevoll neckisch die „Chefin“. Und die lernt schnell, auch diese Rolle zu verinnerlichen, zählt immer öfter die Stücke ein, gibt Cues, und profiliert sich zunehmend auch als Solistin. Ihr ansteckender Groove weist ihr den Weg hin zu Scat-Improvisationen, in der rhythmische Motivik und spontane Dialoge mit den Mitmusikern den Nucleus bilden bei der Ausbildung ihrer eigenen musikalischen Persönlichkeit.

Mit jedem weiteren Gig wird Filippa klarer, dass sie in ihrem Leben nichts anderes machen will als Musik. Und die Prüfungskommissionen der Musikhochschulen in Berlin und Köln halten dies auch für eine gute Idee. Filippa entscheidet sich schließlich für Köln, wo sie im Sommer 2007 beginnt, Jazz-Gesang zu studieren.

von Wolfgang Kehle